Es geht nach Hause

Sonntag, 21.07.2019

Am Abreisetag standen wir zeitig auf, denn Elke und Luca kamen zum Frühstück kurz noch Tschüß sagen. Luca hatte aber 9.30 Uhr Football. Gegen 10.30 Uhr saßen wir im Subaru und die nächsten Abschiedstränen kullerten. Susan brachte uns zum Airport. Hier mussten wir uns nach der Aufgabe der schweren Koffer (problemlos) dann auch von ihr verabschieden, bis zum nächsten Wiedersehen. Das ist immer sehr schwer, vor allem, weil man nicht weiß, wann das sein wird. Nun mussten wir durch die -recht unkomplizierte- Security-Kontrolle und bummelten durch die Shops, gaben noch etwas Taschengeld aus und saßen schwermütig am Gate. Als endlich der Flieger – wieder ein Dreamliner Boeing 787 – geöffnet wurde, war die Freude über die gebuchten Sitzplätze groß, denn zwei waren am Notausgang und hatten daher volle Beinfreiheit. Das nutzten wir abwechselnd über den ganzen Flug verteilt aus und es lohnte sich. Allerdings war es extrem kalt auf dem Flug, was mir im Nachgang noch eine hübsche Erkältung bescheren sollte. Wir flogen erst so gute 4,5 Stunden nach Perth, mussten dort aussteigen, damit betankt und beladen werden konnte und nach einer knappen Stunde durften wir an die gleichen Plätze zurückkehren. Wieder gab es den Qantas-Kühlschrank hinten, ein gutes Film-Angebot und reichlich Essen (naja, unser Geschmack war es leider nicht immer). Wir versuchten, etwas zu schlafen, das gelang mehr oder weniger gut. Dieser Flug war dann doch sehr lang und wir froh, London morgens um 4 Uhr Ortszeit zu erreichen. Die Security für connecting flights war noch gar nicht geöffnet. Irgendwie kamen wir dann etwas später aber doch in den Transit und suchten uns Sitzplätze sowie Crossaints und Kaffee zum Frühstück. Der letzte Flug nach Berlin war dann nur noch ein Katzensprung, alle Koffer landeten mit uns und wir wurden von Opapa und dem Sharan abgeholt. Zu Hause gab es zu Begrüßung Kassler, Kartoffeln und Gemüse von Omama. Wir hielten noch bis etwa 18.30 Uhr durch und fielen dann erschöpft in die Betten – froh, wieder jeder im eigenen mit eigener Decke zu liegen.

Fazit: Mit dieser Reise ging ein echter Lebenstraum in Erfüllung. Wir haben so viel erlebt, dass es monatelang dauern wird, das alles zu verarbeiten.  Es hat alles geklappt und war einfach wunderbar. Ich hoffe, dass wir alle lebenslang von diesen Erinnerungen zehren können und die Farben, die Luft und die Geräusche, alle Eindrücke nicht vergessen werden.  Australien hat mich und uns einmal mehr begeistert. Diese Menschen, die so fröhlich, höflich, freundlich, offen und lustig sind, die Natur mit ihren Farben, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt, der Sternenhimmel, die Erlebnisse mit Action und Risiko, die Städte mit ihrem einmaligen Mix aus alt und neu, klein und wolkenkratzerhoch….. All das ist Australien. Sehr wichtig war auch, alle Familienmitglieder zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Es hat sich viel geändert in den letzten Monaten und in drei völlig verschiedenen Familien lebt man mit den Umständen drei Mal völlig unterschiedlich. Es haben sich alle rührend um uns gekümmert und wir sind mit jeder der Familien sehr gut ausgekommen, haben uns viele Positionen und Blickwinkel, Geschichten und Träume angehört und können jeden ein wenig verstehen. Wir hoffen, dass im Laufe der Zeit momentan bestehende Narben ein wenig heilen und alle wieder besser miteinander auskommen. Uns sind alle lieb und über jeden einzelnen, der den Weg nach Deutschland findet, werden wir uns riesig freuen und die Tür für unser Familie öffnen. Ansonsten werden wir auch nach Down Under - Aussie zurückkehren, das ist ein Versprechen!

Fotos Rückflug

Sonntag, 21.07.2019

Fotos vom letzten Tag in Melbourne- Markt, Melbourne Star und Southbank bei Nacht

Sonntag, 21.07.2019

Queen Victoria Market

Freitag, 19.07.2019

Der letzte Morgen in Australien startete mit dem Wecker, wollten wir doch pünktlich in Richtung City starten. Susan brachte uns nach Pakenham, von wo aus wir wieder die 1 Stunde 20 Minuten Bahnfahrt bis zur Flinders Street Station in Angriff nahmen. Die dazu erforderlichen „MYKI“-Karten haben wir uns übrigens immer familienintern geborgt bzw. eine auch gekauft. Die müssen dann aufgeladen werden. Erstes Ziel war die Swanston Street mit Souvenir-Shops und Opal-Store. Die Jungs sind nun jeweils stolze Besitzer einer Pudelmütze der Aussie-Football-League. Jacob entschied sich für Susans Team der Melbourne Kangaroos, Julius für Troys Club Sankt Kilda  Football Club. Essendon ist das Team von Bryce. Eine Wissenschaft! Meine Ohrringe sind repariert und für meinen Geschmack wie neu, allerdings kündigte mir der ältere Herr Goldschmied, der extra aus seiner Werkstatt kam, um Hallo zu sagen an, dass die Steine sich wieder lösen könnten. Ich soll das beobachten und ggf. rechtzeitig kleben. Werde mein Bestes geben.

Dann ging es zum Queen Victoria Market. Der Weg dorthin war wieder unser geliebtes Sightseeing mit alt und neu und vielen Farbspielen, da die Sonne schien und die Häuser glitzerten. Am Eingang trafen wir Susan, die inzwischen mit dem Subaru dorthin gekommen war. Es gab erst leckeres Lunch vom Markt, dann einen Rundgang über den Obst- und Gemüse-Teil und dann wurde geshoppt. Etliche Souvenirs und Mitbringsel sprangen uns in die Taschen und wir waren wieder überwältigt von der Fülle des Angebotes.   Der Subaru wurde immer mal wieder aufgesucht zum Tüten ablegen. Zwischendurch gab es die besten Doughnuts Australiens als Snack, aus dem alten Bus heraus mit Warteschlange, wir konnten uns erinnern, dass das vor 3 Jahren schon so war. Dann liefen wir den ganzen Weg zurück zur Swanston Street, um noch einmal im Souvenirshop letzte Kleinigkeiten zu besorgen, die es auf dem Markt nicht gab.

Zurück sprangen wir in den Subaru und fuhren zu fünft zu den Docklands, um den Melbourne Star rechtzeitig zum Sonnenuntergang gegen 17.20 Uhr zu besteigen. Auch ich war mutig und habe mich überwunden. Es hat sich gelohnt. Der Ausblick war wirklich wunderbar, wenn man nicht nach unten oder gar auf die Konstruktion des „Wheel“ geschaut hat. Das Licht war toll, anfangs war es noch hell, aber während unserer halben Stunde Fahrtzeit wurde es dunkel und alle Lichter gingen an. Susan schenkte uns zum Abschied eine Fotomappe mit Bildern, die dort aufgenommen wurden und wirklich sehr hübsch geworden sind. Nach der „Riesenrad-Runde“ wartete Richard auf uns am Ausgang und zu sechst ging es mit der Tram zurück Richtung Southbank. Wir wollten gern Melbourne bei nacht sehen und wurden nicht enttäuscht. Tausende Lichter, helle und bunte, spiegeln sich im Yarra River, es sind alle Restaurants am Ufer proppenvoll, es wird Musik gemacht, Kleinkunst angeboten und es ist eine wunderbare Atmosphäre. Allerdings war es hundekalt, 11 Grad und gefühlt 8 laut Handy, wir fühlten uns wie 3 Grad . Die Jungs freuten sich über ihre Beanies 😉. Wir gingen in den Unterhaltungskomplex am Crown-Casino und suchten uns einen Foodcourt. Jeder wurde mit etwas Leckerem zum Dinner nach Wahl glücklich, chinesisch, Braten oder Pizza. Dann warteten wir auf ein weiteres Spektakel, denn dort am Casino-Komplex sind etliche Feuersäulen installiert, die nach Einbruch der Dunkelheit halbstündlich eine kleine Flamme-Show liefern. Nachdem wir die auch gesehen haben, sind Susan, die Jungs und ich mit der Tram zurück zum Subaru gefahren und die beiden Männer gemeinsam mit der Bahn nach Pakenham. Dann hieß es Koffer packen und Souvenirs verstauen, das war eine knifflige Angelegenheit. Das Gewicht durfte maximal 30 kg umfassen, wir haben 1.28, 2x29, 1x 30 kg. Punktlandung also. Als wir und dann endlich mit einem Drink in Ruhe hinsetzten, war es auch schon so weit, Kerzen und Luftballons herauszukramen, denn Susans Geburtstag nahte. Punkt Mitternacht haben wir gesungen, Kerzen gepustet und unser gecshenk überreicht. Sie hat sich sehr gefreut und erwartungsgemäß war das selbst gemalte Keramikschild für Iolair Glenn der Renner. Zum Glück ist es unversehrt geblieben. Da bin ich sehr froh. Alle sprangen in die Betten und dann war der lange letzte Tag auch schon vorbei.

Memorial Park, Essen und Exleys

Donnerstag, 18.07.2019

Fotos Melbourne City Tram , firestation & more

Donnerstag, 18.07.2019

Umzug in Pakenham

Donnerstag, 18.07.2019

Am Morgen hieß es, erstmalig die Taschen so zum Packen vorzubereiten, dass der Rückflug kommen kann. Wir mussten sortieren und zuordnen, zusammenlegen und ordnen. Es ist noch nicht fertig, aber es wird gehen müssen. Keine Ahnung, wie wir das auf dem Hinflug alles hinbekommen haben. Seufz. Troy frühstückte mit uns (wir Toast, er die restlichen Spaghetti vom Abend zuvor). Es wurden endlich die schon lange herumgeschleppten Postkarten mal geschrieben. Susan holte uns ab und mit beiden Autos ging es zu Exleys, der letzte Umzug hier. Angekommen sahen wir erstmals Daniel und sagten hallo. Susan, Olli und ich brachten ihn dann zur Arbeit, während die Jungs sich vor den 4 Playstations amüsierten. Unser Ziel danach war der Memorial-Park, auf den die Mädels sich geeinigt haben, um hier eine Gedenkstelle für Irmgard und Kurt sowie Gabi und Les anzulegen. Wir haben einen Spaziergang dorthin gemacht, der nicht leicht war. Aber es ist ein sehr schöner Spot in diesem Park, der in etwa einem Friedhof bei uns gleichen würde. Aber hier ist eben niemand beerdigt. Beim nächsten Mal, wenn wir hier sind, wird der Stein da sein und wir werden ein paar Rosen mitnehmen. Wir haben sehr an die Wurzeln dieser Familie gedacht, obwohl wir das hier sowieso schon jeden Tag immer weder tun. Ein Seufzer und eine Träne inclusive. Auf dem Rückweg wurde eingekauft, Aldi und Woolworth geplündert.  Zuhause war Bryce von der Arbeit zurück und hatte neue Schwerter für seine Wettkämpfe bekommen Die haben die drei Jungs dann im Garten ausprobiert. Wir haben heute das Dinner ausrichten dürfen. Bryce und Richard haben sich Kartoffelpuffer gewünscht.  Die Außerdem bekamen wir ein Andenken an Les, sein Socceroo-Schal wird mit nach Bergfelde reisen und dort einen würdigen Platz finden. Nun war es Zeit, den morgigen letzten Tag zu planen. Wir werden zeitig in die City fahren, dann zum Markt gehen, uns nach Feierabend mit Susan und Richard dort treffen und Melbourne at night genießen. Am Samstag starten wir früh hier, um rechtzeitig unseren Flug via Perth nach London zu erreichen. gab es, wahlweise mit Apfelmus oder Lachs und Dillcreme, ich habe es glaube ich ganz gut hinbekommen. Jedenfalls futterte die ganze Kompanie inklusive Mark, Tilly und  Luca (Elke ist erkältet und im Bett) wie die Weltmeister. Mark hatte noch ein Beef mitgebracht, was noch aus Warrnambol war. Super lecker. Ich hatte außerdem Bockwürstchen bei Aldi gekauft und einen Nudelsalat gezaubert. Nach dem Dinner war es Zeit, den Bellgroves Bye zu sagen. Ein nächster schwerer Abschied. Wir saßen dann mit Susan und Richard zusammen und schauten Pläne und Materialien für das geplante Haus an. Spannend, wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt.

 

 

Melbourne, Opale und Feuerwehr

Mittwoch, 17.07.2019

Der Morgen startete mit einem kurzen Frühstück und einer Wäsche-Sortierung. Dann starteten wir gemeinsam wieder mit dem Auto nach Pakenham, wo wir in die Bahn enterten und wieder in die City fuhren. Dort angekommen wechselten wir erst einmal ein paar Bargeld-Euros in Australische Dollar, weil die Bezahlung morgen auf dem Markt sicher nicht überall mit der Kreditkarte funktioniert. Dann gab es einen Schlenker über die „leckere Gasse“ mit kurzen Snacks und dem Anlaufpunkt Opal-Store. Hier war unser Ansprechpartner Ron gerade zum Lunch gegangen. Also entschieden wir, dass der Ablauf anders ist und wir zurück zur Flinders Street Station gehen, um in die kostenlose und berühmte City-Circle-Tram zu nutzen und eine Stunde Stadtrundfahrt durch Melbourne zu machen. Es regnete schon auf dem Weg dorthin wie in Strömen, wir mussten eine Weile auf die Bahn warten, die Anzeige spielte verrückt. Aber nach etwa einer Viertelstunde saßen wir im historischen Gefährt und nach den ersten drei Stationen schaltete der Fahrer auch die Ansage ein, es hörte auf zu regnen, man konnte etwas sehen und wir hatten Sitzplätze. Es wurde also ganz angenehm und wir sahen Ecken der City, die wir noch nicht kannten. Immer wieder dieser Mix aus klein und alt und hübsch und sehr modern und riesig, das ist typisch Melbourne. Nach etwa ¾ des Kurses mussten wir unser Versprechen einhalten und aussteigen, um zur Firestation Nr. 1 in Melbourne zu laufen. Ja war nicht davon abzubringen, dort an der Tür zu klopfen. Wir dachten, OK, einmal reinschauen und dann ist gut, aber was uns erwartete war völlig anders. Ja klingelte an der Tür, die Rezeption meldete sich per Sprechanlage und nach der Ansage, da würden gern 3 deutsche Feuerwehrmänner mal hallo sagen, wurden wir aufgefordert, in den zweiten Stock zu fahren. Dort angekommen wurde uns der diensthabende Officer angekündigt. Sein Name war Luke und in Begleitung von Daniel bekamen wir nicht nur sofort drei funkelniegelnagelneue Feuerwehr-Shirts geschenkt, sondern eine fast 1,5 stündige Führung durch die Wache, mit allem, was dazu gehört. Wir bekamen den ursprünglichen Wachturm gezeigt, die komplette neue Wache, es wurde ein Alarm extra für uns ausgelöst, damit wir das Meldesystem erkennen können. Ja und Olli mussten einen Umzieh- Contest bestehen, den Ja gewonnen hat. Ju durfte mit dem Wassertruck Schlauch und Spritze ausprobieren, alle drei sind die Rutschstange herunter gesaust. Es war unglaublich, die waren wieder alle so dermaßen nett, dass wir unsere Aussies immer noch mehr schätzen. Jeder Truck wurde erklärt, geöffnet, die Werkzeuge gezeigt, mit Deutschland verglichen und nett geplaudert und gescherzt. Es gab einen Raum, in dem mehrere T-Shirts und Abzeichen anderer Feuerwehren aus der ganzen Welt an der Wand hingen, da kommt per Briefpost nun Bergfelde dazu!

Als wir uns endlich losgelöst hatten, mussten wir zum Opal-Shop rennen, denn eigentlich waren wir zwischen 2 und 3 pm dort verabredet und kamen halb 4 dort an. Ron war gerade zur Post, es war wie verhext, aber nach 5 Minuten hatten wir uns endlich gefunden. Er hatte sich die Ohrringe angesehen und war der Meinung, es lohne sich nicht, die zu reparieren. Das Material ist auch nicht mehr verfügbar. Naja, nachdem ich ein bisschen gebettelt habe und auf niedere Ansprüche gepocht hatte, sagte er zu, diese Sache zu versuchen. Ich suchte mir zum Geburtstag ein paar kleine neue aus und wir bekamen sogar noch Souvenirs geschenkt. Also erfolgreich, aber nicht abgeschlossen, Abholung erfolgt am Freitag.

 Wir rannten wiederum zur Bahn, weil wir eigentlich mit Rosie in Dandenong verabredet waren, denn sie wollte uns auch mal bei sich zum Tee einladen. Das haben wir unterwegs kurzerhand gecancelt, sie kam direkt zu Fiona. Denn alle 5 Jungs plus Liams Freundin waren verabredet, den Abend gemeinsam zu verbringen.  Rosie freute sich trotzdem über das Dinner in Gesellschaft und redete wie ein Wasserfall. Die 6 Teens fuhren mit zwei Autos nach FountainGate zum Lasertag, Schwarzlicht-Minigolf und noch mehr. Wir Erwachsenen hatten ein gemütliches Dinner, trockneten die Wäsche vor dem Ofen und nutzten nachdem Rosie nach Hause aufgebrochen war die Ruhe, um auch mit Fiona und Russel über die Geschehnisse der letzten Monate zu reden. Bis in die Nacht hinein wurde berichtet, diskutiert, gelacht und geheult. Dann hieß es Abschied nehmen, denn am nächsten Morgen war nur Troy zu Hause. Es gab das Versprechen, dass man sich bald wiedersieht.

Fotos Beaconsfield Firestation

Dienstag, 16.07.2019

Fotos Arthur's Seat at Port Philipp Bay and hot springs

Dienstag, 16.07.2019

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